Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

19.01.18: CDU/CSU/SPD-Sondierungsergebnisse verletzen Menschenrechte und V√∂lkerrecht Menschen- und B√ľrgerrechtsorganisationen appellieren an Parteimitglieder, ihre Zustimmung zu verweigern

18.01.18: Keine weitere Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten!

16.01.18: Rechtsfreie Zone im Bezirksamt Mitte? Sozialbehörde bekämpft Obdachlose statt Obdachlosigkeit

14.12.17: Frohes neues Nichts: Perspektiven f√ľr junge Fl√ľchtlinge schaffen statt gef√§hrden!

07.12.17: Bilanz ein Jahr r2g Senat - die fl√ľchtlingspolitische Wende l√§sst auf sich warten

30.11.17: Fl√ľchtlingsrat fordert sofortige Schlie√üung der Unterkunft des Asylankunftszentrums im Tempelhofer Hangar 2


Neue Dokumente

Ratgeber f√ľr Gefl√ľchtete in Berlin
Behördenzuständigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte,
2. A. Stand November 2017, hier als Buch zu bestellen und als Download!

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Scheinvaterschaften, ED-Behandlung von Kindern, Familiennachzug, Kinderehen, Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, K√∂ln-Gesetz, sichere Herkunftsl√§nder, usw., Gesetzgebung seit Herbst 2015, Stand August 2017

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenw√ľrdige Fl√ľchtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Fl√ľchtlingsrats, Sept. 2016

Neue Meldungen



Impressum

Design:
Henrik Weinhold


03.11.17: Bleiberecht f√ľr Maja und ihre Tochter ‚Äď Mehr Sensibilit√§t f√ľr Opfer famili√§rer Gewalt

Presseinformation vom 03. November 2017

Maja* hat schwere h√§usliche Gewalt durch ihre Schwiegereltern und ihren Ex-Ehemann erfahren. Ihre vierj√§hrige Tochter erlitt infolge der Misshandlungen gegen die Mutter bereits pr√§natale Sch√§den und ist jetzt von Behinderung bedroht. Bei einer R√ľckkehr nach Serbien drohen Mutter und Tochter erneute Gewalt und Retraumatisierung. Trotz der schwierigen Situation bem√ľht sich Maja, die schon in ihrer Kindheit in Deutschland gelebt hat, vorbildlich um ihre berufliche Integration. Ein Bleiberecht blieb ihr bisher versagt ‚Äď ihren H√§rtefallantrag hat Innensenator Geisel abgelehnt. Jetzt ist eine Petition im Abgeordnetenhaus anh√§ngig.
 
Der Fl√ľchtlingsrat appelliert an Innensenator Geisel, sich noch einmal mit der gebotenen Sensibilit√§t mit dem Fall zu befassen. ‚ÄěAus unserer Sicht handelt es sich hier eindeutig um einen humanit√§ren H√§rtefall. Mutter und Tochter m√ľssen vor weiteren k√∂rperlichen und seelischen Grausamkeiten gesch√ľtzt werden. Sie brauchen ein sicheres Bleiberecht‚Äú, sagt Martina Mauer, Mitarbeiterin des Fl√ľchtlingsrats.
 
Es liegen zahlreiche Stellungnahmen von √Ąrzt*innen und Fachstellen vor, die die besondere Schutzbed√ľrftigkeit von Mutter und Tochter betonen. Die Frauenberatungsstelle BORA e.V. hat Maja sogar eine Schutzwohnung angeboten. Zeugenaussagen best√§tigen die Gewaltanwendung durch den Ex-Ehemann auch in Deutschland. Dieser lebt aktuell wieder in Serbien und droht Maja bis heute u.a. mit der Entf√ľhrung der Tochter. Die Ablehnung ihres H√§rtefallantrags und die unsichere aufenthaltsrechtliche Situation belasten Maja so stark, dass sie k√ľrzlich station√§r im Krankenhaus behandelt werden musste.
 
Dennoch ist Maja von einem starken Willen geleitet, f√ľr sich und ihre Tochter zu sorgen. Sie spricht ausgezeichnet Deutsch, besitzt ein hohes Kommunikationsverm√∂gen und √ľbernimmt √úbersetzungsaufgaben in ihrem Wohnheim. Ein Praktikum beim Malteser Hilfsdienst mit Aussicht auf eine Festanstellung konnte sie nicht antreten, weil die Ausl√§nderbeh√∂rde die Besch√§ftigungserlaubnis versagte. Seit September geht die Tochter in den Kindergarten und Maja macht auf dem Zweiten Bildungsweg ihren Schulabschluss nach. Ihr Ziel: eine solide Ausbildung im sozialen Bereich.  

Die Pressemitteilung als pdf.

Pressekontakt:
Fl√ľchtlingsrat Berlin, Tel: 030-224 76311, buero@fluechtlingsrat-berlin.de
 
*Maja ist ein Schutzname.

 




Flüchtlingsrat Berlin · Greifswalder Str. 4 · 10405 Berlin · Tel.: (0 30) 224 76 311 · Fax: (0 30) 224 76 312