Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

07.12.17: Bilanz ein Jahr r2g Senat - die flüchtlingspolitische Wende lässt auf sich warten

30.11.17: Flüchtlingsrat fordert sofortige Schließung der Unterkunft des Asylankunftszentrums im Tempelhofer Hangar 2

November 2017: Ratgeber zum Bleiberecht für gut integrierte Jugendliche und für langjährig Geduldete nach § 25a und § 25 b AufenthG

03.11.17: Bleiberecht für Maja und ihre Tochter – Mehr Sensibilität für Opfer familiärer Gewalt

16.10.17: Positionspapier AK Junge Flüchtlinge

18.10.17: PM Familien gehören zusammen!


Neue Dokumente

Ratgeber für Geflüchtete in Berlin
Behördenzuständigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte, Stand August 2017
Hier zu bestellen als Broschüre und zum Download als PDF.

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Scheinvaterschaften, ED-Behandlung von Kindern, Familiennachzug, Kinderehen, Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, Köln-Gesetz, sichere Herkunftsländer, usw., Gesetzgebung seit Herbst 2015, Stand August 2017

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Flüchtlingsrats, Sept. 2016

News



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Henrik Weinhold


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Weihnachtsaufruf des Flüchtlingsrates

Weihnachtsaufruf des Flüchtlingsrates 2003
WERDEN SIE AKTIV FÜR FLÜCHTLINGE ! UNTERSTÜTZEN SIE DEN NOTHILFEFONDS !

Dieses Jahr wurde von den Diskussionen um die von der Bundesregierung geplanten sozialen und wirtschaftlichen Gesetzesvorhaben geprägt. Der Flüchtlingsrat Berlin befürchtet, dass die Annahme der sogenannten Hartz – Gesetze zu Lasten der ohnehin sozial Schwachen gehen wird. Flüchtlinge waren in der Vergangenheit immer die ersten, die von sozialen Einschränkungen betroffen waren, die dann schrittweise auf andere sozial Schwache, wie die Sozialhilfeempfänger ausgedehnt wurden. Das beste Beispiel dafür bieten die Debatten um die Annahme des Asylbewerberleistungsgesetzes, deren Inkraftsetzung sich am 01. November diesen Jahres zum 10. Mal jährte. Das im Zusammenhang damit gebrauchte Schlagwort des „Asylmissbrauchs“ findet sich heute in der genauso zweifelhaften Formulierung des „Sozialhilfemissbrauchs“ wider.

Die den Flüchtlingen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zustehenden Beträge wurden nie angepasst und liegen mittlerweile um 34% unter den Sozialhilferegelsätzen. Mit dem zur Verfügung stehenden Betrag können die Flüchtlinge nur den grundlegenden Bedarf an Ernährung oder Bekleidung decken. Für eine Familie mit mehreren Kindern reichen dann nicht mehr die finanziellen Mittel, um z.B. Schulmaterialien zu kaufen oder um eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr zu finanzieren.

Den Flüchtlingen, die unverschuldet in soziale Notsituationen geraten waren, konnte auch in diesem Jahr aus den Mitteln des Nothilfefonds schnell und unbürokratisch geholfen werden. Als Beispiel können die jungen Flüchtlinge genannt werden, die dank der Unterstützung des Nothilfefonds Materialien für den Schulbesuch erwerben konnten.

Der Flüchtlingsrat Berlin ruft zum Weihnachtsfest auf, für den Nothilfefonds zu spenden. Flüchtlinge bedürfen weiter unserer Unterstützung, da auch künftig diskriminierende Regelungen wie das Asylbewerberleistungsgesetz wirksam bleiben werden.

Wir rufen alle Berliner auf, sich aktiv für die Rechte von Flüchtlingen einzusetzen. Beginnen Sie, sich um das Schicksal einzelner Menschen und ihrer Familien zu kümmern. Beteiligen Sie sich z.B. an den Einkaufsaktionen der Initiative gegen das Chipkartensystem. Ermöglichen Sie durch eine Spende für den Nothilfefonds des Flüchtlingsrates, dass Flüchtlinge ihren Kindern Schulmaterial oder auch ein Weihnachtsgeschenk finanzieren können. Spenden Sie Ihre Monatskarte der BVG, wenn Sie im Urlaub sind und diese nicht benötigen. Besuchen Sie die Flüchtlingsheime und machen Sie sich selbst ein Bild. Der Flüchtlingsrat Berlin und andere Organisationen helfen Ihnen gerne, Kontakte zu Flüchtlingen herzustellen.

Weitere Informationen: Flüchtlingsrat Berlin e.V., Georgenkirchstrasse 69/70, 10249 Berlin, Tel.: 030 /24344-5762 Email: buero@fluechtlingsrat-berlin.de, www.fluechtlingsrat-berlin.de

Spenden Sie auf Konto des Flüchtlingsrates unter dem Stichwort : Nothilfefonds Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, Konto 311 68 03

V.i.S.d.P. Jens – Uwe Thomas, Flüchtlingsrat Berlin




Flüchtlingsrat Berlin · Greifswalder Str. 4 · 10405 Berlin · Tel.: (0 30) 224 76 311 · Fax: (0 30) 224 76 312