Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

18.10.17: PM Familien gehören zusammen!

23.09.2017: Unsicheres Afghanistan - Informationen und Hintergr√ľnde

08.09.17 PM Landesfluechtlingsr√§te: Kein Wahlkampf auf Kosten der Fl√ľchtlinge

08.09.17: Kundgebung: F√ľr das Recht auf Familienleben - auch f√ľr subsidi√§r Gesch√ľtzte!

04.09.17: Ausl√§nderbeh√∂rde setzt Koalitionsvertrag nicht um ‚Äď Integration der Familie B. wird systematisch verhindert

01.09.17: Weitere Aussetzung des Familiennachzugs wird Familien f√ľr immer zerst√∂ren!


Neue Dokumente

Ratgeber f√ľr Gefl√ľchtete in Berlin
Behördenzuständigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte, Stand August 2017
Hier zu bestellen als Brosch√ľre und zum Download als PDF.

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Scheinvaterschaften, ED-Behandlung von Kindern, Familiennachzug, Kinderehen, Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, K√∂ln-Gesetz, sichere Herkunftsl√§nder, usw., Gesetzgebung seit Herbst 2015, Stand August 2017

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenw√ľrdige Fl√ľchtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Fl√ľchtlingsrats, Sept. 2016

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13.02.17: Humanität vor Härte - positive Entscheidung des neuen Innensenators

Der Fl√ľchtlingsrat Berlin begr√ľ√üt die positive Entscheidung des neuen Innensenators Andreas Geisel zugunsten der Neuk√∂llner Sch√ľlerin Ayla und freut sich, dass Ayla gemeinsam mit ihren Eltern und ihren zwei Geschwistern in Berlin bleiben darf.

Das Schicksal von Ayla und ihrer Familie hat eine lange Vorgeschichte. Der Fl√ľchtlingsrat Berlin hatte den Fall der Familie in die Berliner H√§rtefallkommission eingebracht. Zweimal lehnte der vormalige Innensenators Frank Henkel eine Aufenthaltserteilung f√ľr die Familie ab, obwohl die Mitglieder der H√§rtefallkommission beide Male f√ľr ein humanit√§res Aufenthaltsrecht votiert hatten. Die Abschiebung drohte.
 
Die Familie lebt seit 18 Jahren in Berlin und hat ihren Lebensmittelpunkt hier. Die Kinder sind Berlin geboren und gehen in Neukölln in die Schule bzw. in den Kindergarten. Sie kennen Aserbaidschan, das Land, aus dem ihre Eltern kommen, nicht.
 
Die Erstkl√§sslerin Ayla erhielt gro√üe und nachhaltige Unterst√ľtzung durch Schulleitung, Klassenlehrerin und ihre Schulklasse. So organisierten die Klasse eine √∂ffentlichkeitswirksame Demonstration, um den Verbleib ihrer Schulfreundin Ayla in Deutschland zu erreichen. Auch die Neuk√∂llner Bezirksb√ľrgermeisterin Giffey sah alle Signale auf Integration bei der Familie und setzte sich vehement f√ľr deren Verbleib ein. In der Folge verabschiedete sogar das Bezirksparlament Neuk√∂lln einen Dringlichkeitsappell und der Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses befasste sich ebenfalls mit dem Fall von Ayla.
 
Ende Januar hat sich der neue Innensenator Andreas Geisel noch einmal mit dem Fall befasst und entschieden: Ayla und ihre Familie d√ľrfen bleiben. Bewogen hat den Innensenator dabei das Wohl und die Zukunft der Kinder, die Berliner sind, deren Sprache Deutsch ist, die ihre Freunde hier haben und f√ľr die Deutschland ihre Heimat ist.

Der Protest im Fall von Ayla war gro√ü und fand schlie√ülich ein positives Echo. Zugleich setzte er eine √∂ffentliche Diskussion in Gang, √ľber die Situation der mehreren tausend Geduldeten in Berlin, die wie Aylas Familie seit Jahren keine M√∂glichkeit haben, ihre Zukunft zu planen und in st√§ndiger Furcht vor Abschiebung sind. Der Fl√ľchtlingsrat Berlin fordert, alle ausl√§nderrechtlichen Ermessensspielr√§ume gro√üz√ľgig auszusch√∂pfen um langj√§hrig geduldeten Menschen endlich eine menschenw√ľrdige Perspektive zu er√∂ffnen. Wer hier lebt, muss bleiben d√ľrfen, Kettenduldungen sind abzuschaffen, bestehende Bleiberechtsm√∂glichkeiten sind anders als wie bisher auch anzuwenden.

Der Fl√ľchtlingsrat Berlin hofft, dass mit dem neuen Innensenator Geisel H√§rtefallentscheidungen wieder st√§rker an humanit√§ren Gesichtspunkten ausgerichtet werden.






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