Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

18.10.17: PM Familien gehören zusammen!

23.09.2017: Unsicheres Afghanistan - Informationen und Hintergründe

08.09.17 PM Landesfluechtlingsräte: Kein Wahlkampf auf Kosten der Flüchtlinge

08.09.17: Kundgebung: Für das Recht auf Familienleben - auch für subsidiär Geschützte!

04.09.17: Ausländerbehörde setzt Koalitionsvertrag nicht um – Integration der Familie B. wird systematisch verhindert

01.09.17: Weitere Aussetzung des Familiennachzugs wird Familien für immer zerstören!


Neue Dokumente

Ratgeber für Geflüchtete in Berlin
Behördenzuständigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte, Stand August 2017
Hier zu bestellen als Broschüre und zum Download als PDF.

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Scheinvaterschaften, ED-Behandlung von Kindern, Familiennachzug, Kinderehen, Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, Köln-Gesetz, sichere Herkunftsländer, usw., Gesetzgebung seit Herbst 2015, Stand August 2017

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Flüchtlingsrats, Sept. 2016

Presseerklärungen



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Henrik Weinhold


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Taye Teferra gestorben


Taye Teferra war Gründungsmitglied des Berliner Flüchtlingsrates 1981

Oft zog er noch nach Mitternacht los, um Flüchtlinge vom Bahnhof Zoo abzuholen. Tausende kamen in den 80er Jahren über den Ostblock nach West-Berlin. Für diese entrechteten, geängstigten, oft gefolterten Menschen hat Taye Teferra (15.10.1948 – 04.04.2008) Unterstützung gesucht, beim Berliner Missionswerk, dem Flüchtlingsrat und vielen anderen.

Taye Teferra wurde am 15. Oktober 1948 in der Nähe von Ghimbi in West-Oromia, Äthiopien geboren. Er war Sozialarbeiter. 1971 musste er als Teil der revolutionären Studentenbewegung gegen die Feudalherrschaft Haile Selassies in den Sudan fliehen. Über Bulgarien, Jugoslawien, Schweden, Ost-Berlin erreichte er schließlich West-Berlin und erhielt 1974 politisches Asyl. 1975 heiratete er die ebenfalls politisch engagierte Oromo im Exil, Aster Gemeda, eine Krankenschwester.

1982 wurde ein Bombenattentat auf das Berliner Missionswerk, den damaligen Horn-von Afrika-Referenten Dr. Gunnar Hasselblatt, und seinen Mitarbeiter Taye Teferra versucht. Taye und seine Familie standen monatelang unter Polizeischutz.

Taye Teferra: „Mit Hilfe des Missionswerks und der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg haben wir dann das Oromo-Horn von Afrika-Zentrum gegründet. Der Name soll deutlich machen, dass es um die Menschenrechte aller Völker am Horn von Afrika geht, nicht nur um die Oromo.“

Als Gründungsmitglied des Flüchtlingsrates 1981, des Migrationsrates 2004 und des Afrika-Rates 2005 arbeitete er eng zusammen mit allen, die in der Flüchtlingsarbeit engagiert waren.

Er war zugleich ganz ein Oromo aus Äthiopien und ein Deutscher mit Migrationshintergrund. Er ist der Fall einer gelungenen Integration ohne Identitätsverlust. Er war Mitglied der SPD im Wedding. Sein Motto war: Wir müssen Rassismus und Gewalt nicht von oben, sondern von unten bekämpfen. – Seit 1995 arbeitete er in Kindertagesstätten und Schulen, seit 1998 mit der Polizeischule über Themen wie "Ausländer bei uns", "Fluchtursachen".

Am Freitag, dem 4. April 2008, starb er auf Grund einer Hepatitis C-Infektion an schwerem Leber- und Nierenversagen. Wir sind voller Trauer um unseren Bruder Taye. Sein Tod ist ein großer Verlust für Oromo, Äthiopier, Afrikaner, Ausländer und Deutsche. Wir hoffen und beten, dass Gott Wege und Menschen findet, die die Arbeit von Taye weiter führen.

Taye Teffera: Kein Oromo verlässt freiwillig sein Land




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