Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

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08.09.17: Kundgebung: F├╝r das Recht auf Familienleben - auch f├╝r subsidi├Ąr Gesch├╝tzte!

04.09.17: Ausl├Ąnderbeh├Ârde setzt Koalitionsvertrag nicht um ÔÇô Integration der Familie B. wird systematisch verhindert

01.09.17: Weitere Aussetzung des Familiennachzugs wird Familien f├╝r immer zerst├Âren!


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Ratgeber f├╝r Gefl├╝chtete in Berlin
Beh├Ârdenzust├Ąndigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte, Stand August 2017
Hier zu bestellen als Brosch├╝re und zum Download als PDF.

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Scheinvaterschaften, ED-Behandlung von Kindern, Familiennachzug, Kinderehen, Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, K├Âln-Gesetz, sichere Herkunftsl├Ąnder, usw., Gesetzgebung seit Herbst 2015, Stand August 2017

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenw├╝rdige Fl├╝chtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Fl├╝chtlingsrats, Sept. 2016

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22.06.11: Buchvorstellung „Folter und Haft in der Türkei“


Gemeinsame Presseinformation von Amnesty International (Türkei-Gruppe Berlin) und Flüchtlingsrat Berlin e.V.


Lesung und Diskussion mit dem Autor Mehmet Desde und der Schauspielerin Renan Demirkan

Mittwoch, 22 Juni 2011, 19.30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Robert-Havemann-Saal,
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin


Der deutsche Staatsbürger Mehmet Desde erlebte in der Türkei Folter und Haft. Darüber berichtet er in seinem kürzlich veröffentlichten Buch: „Folter und Haft in der Türkei - Ein Deutscher in den Mühlen der Willkürjustiz“ (von Loeper Literaturverlag, www.vonloeper.de/mehmet-desde). Die Amnesty International Türkei-Gruppe Berlin und der Flüchtlingsrat Berlin laden ein zur Buchvorstellung und Autorenlesung.

Mehmet Desde flog im Juni 2001 in die Türkei, um seinen Vater zu beerdigen. Von Beamten einer Antiterroreinheit wurde er dort verhaftet und vier Tage unter dem Vorwurf, Mitglied einer illegalen Organisation zu sein, festgehalten und gefoltert. Nach sechs Monaten Untersuchungshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis kam er frei, durfte aber das Land nicht verlassen. Aufgrund durch Folter erzwungener Aussagen wurde er verurteilt. Die Prozesse zogen sich bis Mai 2007 hin. Nach Ausschöpfung des Rechtsweges in der Türkei musste Mehmet Desde die Haft antreten. Nach mehr als sechsjährigem Zwangsaufenthalt in der Türkei kehrte er schließlich im Oktober 2008 in seine Heimat Deutschland zurück. Seine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auf Schadensersatz gegen die Türkei hatte inzwischen Erfolg. Mit der Bundesrepublik Deutschland streitet er noch wegen der bestenfalls halbherzig zu nennenden Unterstützung ihres Staatsbürgers im Ausland. 

Amnesty International hat sich während der Haft für Mehmet Desde eingesetzt, der Flüchtlingsrat Berlin hat ihn nach seiner Rückkehr unterstützt. Sein Schicksal – leider kein Einzelfall – ist zugleich ein Beispiel für die Notwendigkeit der Menschenrechtsarbeit von Amnesty International und der Flüchtlingsräte.

Mehmet Desde und die Shauspielerin Renan Demirkan werden aus dem Buch lesen und über die Lage in der Türkei mit dem Publikum diskutieren. Rechtsanwalt Hans-Eberhard Schultz, (www.menschenrechtsanwalt.de), der ein Nachwort zu Desdes Buch geschrieben hat, wird die juristische Seite beleuchten.





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