Stark im Miteinander – Empowerment fördern, Bewusstsein schaffen
Der Flüchtlingsrat Berlin hat Anfang 2026 das neue Projekt „Stark im Miteinander- Empowerment fördern, Bewusstsein schaffen“ gestartet. Ziel ist es, die politische Teilhabe geflüchteter Menschen in Berlin nachhaltig zu stärken und zugleich Institutionen für einen diskriminierungskritischen Umgang zu sensibilisieren. Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms für den Förderzeitraum 2026-2027 .
Geflüchtete Menschen stoßen häufig auf strukturelle Hürden, wenn sie ihre Interessen in Politik und Verwaltung einbringen möchten. Zugänge zu Gremien, Wissen über politische Abläufe oder Kontakte zu Entscheidungsträger*innen fehlen oft. Gleichzeitig erleben viele im Alltag Diskriminierung – etwa im Kontakt mit Behörden, bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche und in Unterkünften.
Hier setzt „Stark im Miteinander“ an:
Im ersten Projektteil stärken wir Selbstorganisationen geflüchteter Menschen durch Qualifizierungen, Austauschformate und konkrete Unterstützung bei politischer Interessenvertretung. Vermittelt werden beispielsweise unter anderem Kenntnisse zu Partizipationsmöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Förderstrukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, Organisationen langfristig zu befähigen, ihre Anliegen selbstbewusst und wirksam einzubringen.
Im zweiten Projektteil entwickeln und realisieren wir Antidiskriminierungs- und Antirassismusschulungen für Mitarbeitende aus Verwaltung, Unterkünften und Beratungsstellen. Ergänzend entsteht gemeinsam mit Selbstorganisationen ein Empfehlungskatalog für diskriminierungssensibles Handeln in Institutionen.
Das Projekt versteht Selbstorganisationen nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Partne*innen: Inhalte und Schwerpunkte werden gemeinsam entwickelt. So entsteht ein tragfähiges Netzwerk, das über die Projektlaufzeit hinaus wirkt und politische Teilhabe nachhaltig stärkt.
