Trotz leerer Wartelisten und neuer Vorgaben der GEAS-Reform: Berliner Senat hält an diskriminierenden segregierten “Schulen” für geflüchtete Kinder fest.

Berlin, 14.07.2026 – Der AK Junge Geflüchtete des Berliner Flüchtlingsrates, das Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Geflüchtete und Migrant*innen (BBZ) und das Berliner Netzwerk für besonders Schutzbedürftige (BNS) zusammen mit dem Willkommensbündnis Hasenheide und dem Bundesfachverband Minderjährigkeit und Flucht (BuMF) e.V. kritisieren die Pläne des Berliner Senats, in der geplanten Großunterkunft in der Hasenheide eine dritte sogenannte Willkommensschule in einer Flüchtlingsunterkunft zu eröffnen.

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01. Mai 2026 – Arbeiter*innenrechte für Alle

Zum Tag der Arbeit haben wir 5 Forderungen an den Berliner Senat, um die Rechte geflüchteter Menschen auf gute Arbeit und Zugang zu Arbeit zu stärken.

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25.03.2026 – Offener Brief an die Unionsparteien – Keine Zusammenarbeit mit der (extremen) parlamentarischen Rechten!

Mit großer Sorge lesen wir die Berichte über die enge inhaltliche Abstimmung der EVP-Fraktion mit Abgeordneten rechtsextremer Fraktionen im Innenausschuss des Europäischen Parlaments.

Die Vorgänge unterlaufen die von CDU und CSU betonte klare Abgrenzung gegenüber der extremen Rechten in der parlamentarischen Praxis. Die von der CDU/ CSU selbst gesetzte rote Linie, keine Absprachen mit rechtsextremen Kräften zu treffen, wurde hier eindeutig überschritten. Wir erinnern eindringlich an die eigenen Versprechen: Wahren demokratischer Grundsätze – Europa zuliebe und mit Blick auf die innenpolitischen Herausforderungen.

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20.03.2026: Systematische Zerschlagung von Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete

Gemeinsame Pressemitteilung von PRO ASYL und den Landesflüchtlingsräten

Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL warnen vor einer kalkulierten und systematischen Zerstörung von zivilgesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete. Dazu gehören die Kürzungen bei Integrationskursen ebenso wie die vorgesehene Streichung der unabhängigen Asylverfahrensberatung.

Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL warnen vor einer kalkulierten und systematischen Zerstörung von zivilgesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete. Dazu gehören die Kürzungen bei Integrationskursen ebenso wie die vorgesehene Streichung der unabhängigen Asylverfahrensberatung.

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Geflüchtete FLINTA-Personen endlich besser vor Gewalt schützen

Anlässlich des Internationalen Frauenkampftages fordert der Flüchtlingsrat Berlin e.V. die Berliner Landesregierung auf, geflüchtete FLINTA-Personen wirksam vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen und ihnen sicheren Zugang zu angemessenem Wohnraum, Gesundheitsversorgung und gesellschaftlicher Teilhabe zu garantieren. Auf Bundesebene fordert der Flüchtlingsrat die Bundesregierung auf,
geschlechtsspezifische Fluchtgründe im Asylverfahren konsequent anzuerkennen.

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24.02.2026 – Offener Brief: Generalverdacht gegen Familien gefährdet Kindeswohl

Anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs „zur besseren Verhinderung missbräuchlicher Anerkennungen der Vaterschaft“ am 25. Februar 2026 im Bundestag haben wir gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen einen Offenen Brief an mehrere Bundestagsausschüsse gerichtet. Darin sprechen wir uns klar gegen das geplante Gesetz aus. Aus unserer Sicht untergräbt es den Schutz von Familien und beeinträchtigt die Rechte von Kindern. Gesetzgebung in den Bereichen Familie, Abstammung und Migration dürfen nicht zulasten von Kindern und ihren Familien getroffen werden. Wir fordern eine Politik, die auf Vertrauen in Familien gründet, moderne Lebensrealitäten anerkennt und das Kindeswohl systematisch schützt.

Dem entgegen steht der derzeitige Gesetzesentwurf zur angeblichen missbräuchlichen Vaterschaftsanerkennung. Den gesamten Brief könnt ihr hier lesen.

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16.01.2026: Pressemitteilung anlässlich der eskalierenden Gewalt in der Islamischen Republik Iran

Die Gewalt des iranischen Regimes gegen Demonstrierende, Oppositionelle und Minderheiten eskaliert erneut. Abschiebungen in die Islamischen Republik Iran sind derzeit mit erheblichen Gefahren für Leib und Leben verbunden. Die Landesflüchtlingsräte Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen fordern deshalb einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp, Schutz für Exiliraner*innen und humanitäre Visa für politisch Verfolgte.

Hier geht es zur gemeinsamen Pressemitteilung

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15.01.2025: Gemeinsamer Aufruf gegen Kooperation der Bundesregierung mit dem syrischen Machthaber al Sharaa

Unter dem Motto „Zusammen gegen Kriegsverbrecher – Anti Golani Recycling!“ finden am 19. und 20. Januar 2026 in Berlin drei Demonstrationen in unmittelbarer Nähe des Kanzleramts statt. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen setzen damit gemeinsam ein klares Zeichen gegen Kriegsverbrechen und für Menschenrechte.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach Gesprächen mit dem syrischen Interimspräsidenten Ahmad al-Sharaa ein Finanzpaket in Höhe von rund 620 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027 zugesagt, offiziell für Wiederaufbau und humanitäre Hilfe in Syrien. Diese europäische Millionenhilfe wird verhandelt, während weiterhin Gewalt eskaliert und die Bevölkerung barbarisch getötet wird.

Zugleich stehen deutsche Abschiebungen auch in Kriegs- und Krisenregionen sowie die Normalisierung der Zusammenarbeit mit rassistischen, islamistischen und menschenfeindlichen Akteuren auf der politischen Agenda – eine Politik, die Fluchtursachen in den Transit- oder Herkunftsländern verschärft und geflüchtete Menschen erneut in Lebensgefahr bringt.

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09.12.2025 Offener Brief von mehr als 250 Organisationen zur Aufnahme gefährdeter Menschen aus Afghanistan

Menschenrechte wahren – Versprechen halten!

Noch immer warten rund 1.800 Afghaninnen und Afghanen, die eine Aufnahmezusage von der Bundesregierung bekommen haben, darauf, endlich nach Deutschland evakuiert zu werden. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder. Unter den Betroffenen sind ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Mitarbeitende von Hilfsorganisationen, Journalist*innen, Richter*innen, Menschenrechtsverteidiger*innen, Angehörige der LSBTIQ+ Community sowie Kulturschaffende. Sie haben sich über Jahre für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Frauen- und Kinderrechte eingesetzt: für universelle Werte – auch im Interesse Deutschlands. Durch die von Pakistan gesetzte Frist bis Ende dieses Jahres droht ihnen die Abschiebung nach Afghanistan, sollten sie nicht von Deutschland aufgenommen werden.

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27.11.2025 Pressemitteilung-Abschluss unseres AMIF-Projekts

Abschluss unseres AMIF-Projekts: Drei Jahre Engagement für bessere Aufnahmebedingungen in Berlin

Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit beenden der Flüchtlingsrat Berlin e.V., KommMit e.V./BBZ und das Berliner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e.V. (BZSL) im November 2025 ihr gemeinsames Projekt zur Stärkung der Standards und Strukturen im Asylverfahren und in der Aufnahme von Schutzsuchenden.
Gefördert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union, verfolgte das Projekt von Dezember 2022 bis November 2025 ein klares Ziel: Geflüchteten Menschen in Berlin insbesondere minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten, Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sowie Kriegsvertriebenen aus der Ukraine den Start in Deutschland zu erleichtern und ihnen eine würdige Aufnahme zu ermöglichen.
In den vergangenen drei Jahren haben unsere Partnerorganisationen eng zusammengearbeitet, um Geflüchtete zu beraten, Unterbringungsstandards zu verbessern und Fachwissen zu verbreiten.

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10.06.2026: Kurzkommentierung zum Änderungsantrag von CDU/CSU und SPD

Laut Informationen der Fraktion der Partei „Die Linke“ im Bundestag hat die
Bundesregierung einen erneuten Änderungsantrag im Parlament eingereicht, der
im Rahmen der nationalen Umsetzung der GEAS – Reform ab 12.06.2026 nun
schnellstmöglich durchs Parlament gepeitscht werden soll.
Dieser Änderungsantrag soll am heutigen Mittwoch bereits im Ausschuss beraten
werden und Freitag ab mittags im Bundestag beraten werden.
Einerseits sollen die drei Listen der so genannten „sicheren Herkunftsstaaten“ aus
der nationalen und europäischen Liste nun im Gesetz vereint werden. Andererseits
soll der noch nicht einmal in Kraft getretenen §87e Asylgesetz zu den
Übergangsfristen in der Umsetzung der GEAS- Rechtsakte gekippt werden und
somit nun völlige Rechtsunsicherheit geschaffen werden.
Kommt dieser Änderungsantrag so durch den Bundestag, droht damit zusätzlich zu
den jetzt schon betroffenen Staatsangehörigen geflüchteten Menschen aus
Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Ghana, Kosovo, Moldau,
Montenegro, Nordmazedonien, Senegal und Serbien ebenfalls geflüchteten
Menschen aus Ägypten, Bangladesch, Indien, Kolumbien, Marokko, Tunesien und
der Türkei damit unbegrenzte Wohnverpflichtung in „Erstaufnahmeinrichtungen“
und Arbeitsverbote in der ersten Phase ihres Asylantrags und dann vor allem wenn
Sie Inhaber*innen von Duldungen sind.

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Newsletter Januar 2026

Nach längerer Pause wieder Infos aus der Geschäftsstelle. Dieses Mal dabei: Vorstandswahl, Gaza- Familiennachzug, Iran Visaverlängerung, und und und…

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Aufruf zur Kundgebung: Samana Mohammadi muss aufgenommen werden!

Samana Mohammadi droht der Tod – wir fordern die sofortige Aufnahme!

Am heutigen Freitag, 06.02.2026 findet eine Kundgebung für die Aufnahme von Samana Mohammadi, einer afghanischen Sozialarbeiterin und Menschenrechtsaktivistin statt.

❗ Freitag, 06.02.2026

⚠️  Auswärtiges Amt

🕒 15 Uhr

Samana Mohammadi ist 32. Sie ist Sozialarbeiterin aus Herat, Afghanistan und hat ihr Leben lang gegen Unterdrückung gekämpft. Trotz erheblicher gesellschaftlicher und familiärer Widerstände absolvierte sie eine akademische Laufbahn als Soziologin und Sozialarbeiterin und engagierte sich über Jahre hinweg öffentlich für die Rechte von Frauen. Ihre Aufnahmezusage für Deutschland wurde widerrufen. Deshalb ziehen wir gemeinsam vor das Auswärtige Amt. (Mehr im Aufruf)

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Wichtige Informationen für Menschen mit gültigem Schengen – Visum aus Iran

اطلاعات مهم برای ایرانی هایی که با ویزای شنگن ( ویزای موقت C) در برلین اقامت دارند .اکنون می‌توانند ویزای شان را بمدت 90روز تمدید کنند. لطفا برای این کار از طریق فرم تماس با
LEA Berlin

:اگر سوال یا مشکلی دارید، لطفاً با ما تماس بگیرید

buero@fluechtlingsrat-berlin.de

هنگام درخواست تمدید ویزا ،باید توصیح دهید که از زمان خروج شما ازایران، به چه دلیل بازگشت شمارا( در حال حاضر ) غیر ممکن می‌کند.
لطفا توجه کنید ای گزینه درحال حاضر ، فقط در اداره خارجی های برلین ممکن میباشد

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Keine Großunterkunft für Kinder und Jugendliche – Kinder schützen, soziale Segregation verhindern!

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie plant eine Großunterkunft als zentrale Erstaufnahme- und Clearingstelle (EAC) mit etwa 240 Plätzen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete (UMG)In der EAC soll das Vor-Clearing der UMG stattfinden, welches u.a. das Screening nach neuer GEAS Screening-Verordnung (d.h. Registrierung, Sicherheitsüberprüfung, Gesundheitscheck und Vulnerabilitätsprüfung), die (vorläufige) Inobhutnahme gemäß §42a SGB VIII, die Altersschätzung und die Verteilentscheidungen umfasst. Als Akteure aus der politischen, sozialen und psychosozialen Arbeit kritisieren wir die eklatanten Kinderrechtsverletzungen, die hierbei in Kauf genommen werden, scharf und fordern die Entscheidungsträger*innen zu einem Stopp dieses Vorhabens auf.

Hier könnt ihr unser gesamtes Positionspapier lesen:

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Workshop: Politische Interessenvertretung im Themenfeld Flucht und Migration

Wir laden euch herzlich zu unserem Workshop „Politische Interessenvertretung im Themenfeld Flucht und Migration“ ein.

Datum: 24.06.2026
Uhrzeit: 14:00–17:00 Uhr
Ort: Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Seitenflügel, Erdgeschoss, barrierefrei

Dieser Workshop richtet sich gezielt an Migrant*innenselbstorganisationen (MSOs), die im flucht- und migrationspolitischen Bereich tätig sind und ihre politische Handlungsfähigkeit stärken möchten.

Im Workshop werden praxisnahe Grundlagen und Strategien der politischen Interessenvertretung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die Analyse politischer Entscheidungsstrukturen sowie der Aufbau von Netzwerken.

Gemeinsam gehen wir folgenden Fragen nach:

  • Wie funktionieren politische Entscheidungsprozesse und wo können wir Einfluss nehmen?
  • Wie können wir unsere Anliegen sichtbar machen und wirksam vertreten?
  • Welche Rolle spielen Netzwerke und Kooperationen in der politischen Arbeit?
  • Wie sprechen wir politische Entscheidungsträger*innen, Behörden und Verwaltung gezielt an?

Darüber hinaus wird gemeinsam reflektiert, welche Herausforderungen und Grenzen politische Interessenvertretung mit sich bringt – insbesondere im Kontext migrations- und fluchtpolitischer Debatten sowie bestehender gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihre politische Arbeit strategischer auszurichten, eigene Positionen zu schärfen und Handlungsmöglichkeiten für ihre Praxis zu entwickeln.

Referent: Ed Greve ist Referent für Antidiskriminierung beim Migrationsrat Berlin. Er ist zudem als Antidiskriminierungstrainer tätig und arbeitet zu Themen wie geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, Barrierefreiheit sowie machtkritischer Bildung. In seiner Bildungsarbeit verfolgt er einen intersektionalen Ansatz, der Diskriminierung in ihren verschiedenen Verschränkungen analysiert und sichtbar macht.

Anmeldung: Bitte meldet euch verbindlich unter jekta@fluechtlingsrat-berlin.de an. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Der Workshop wird im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration gefördert.



Workshop: Organisationsentwicklung für politische Vereine – Status quo, Wünsche und Perspektiven

Wir laden euch herzlich zu unserem Workshop „Organisationsentwicklung für politische Vereine – Status quo, Wünsche und Perspektiven“ ein.

Datum: 6. Mai 2026
Uhrzeit: 14:00–18:00 Uhr
Ort: Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, im Vorderhaus, 1. OG

Der Workshop richtet sich gezielt an Migrant*innenselbstorganisationen (MSOs), die ihre organisatorischen Strukturen reflektieren und ihre politische Handlungsfähigkeit stärken möchten.

Er unterstützt euren Verein dabei, die eigene Situation systematisch zu analysieren, besser zu verstehen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen der Verein bzw. die Organisation selbst, die eigenen Ziele und die vorhandenen Ressourcen.

Gemeinsam gehen wir unter anderem folgenden Fragen nach:

Was sind unsere zentralen Ziele und Schwerpunkte? Wo stehen wir aktuell als Verein oder Organisation? Welche Ressourcen stehen uns realistisch zur Verfügung? Welche Herausforderungen oder offenen Fragen zeigen sich?

Die Inhalte werden im Kontext der aktuellen politischen Lage und Förderlandschaft gemeinsam diskutiert und kritisch eingeordnet. Dabei nehmen wir auch Machtverhältnisse, strukturelle Zwänge und bestehende Widersprüche in den Blick, insbesondere dort, wo eigene Ziele mit äußeren Anforderungen in Konflikt geraten. Ziel ist es, die eigene Position im politischen Feld zu schärfen und darauf aufbauend klare Prioritäten zu entwickeln.

Referentin: Nursemin Sönmez ist freiberufliche Organisationsentwicklerin und politisch in verschiedenen Initiativen und Vereinen engagiert, unter anderem bei AKEBI e.V. In ihrer politischen Arbeit beschäftigt sie sich intensiv mit Themen wie Rassismus, Intersektionalität und Partizipation in der postmigrantischen Gesellschaft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf erinnerungspolitischen Fragestellungen, insbesondere dem Genozid an den Armenier*innen. Sie studierte Politikwissenschaft und European Studies an den Universitäten Bielefeld und Tübingen. Zuvor war sie Geschäftsführerin der Neuen Deutschen Organisationen, leitete Projekte bei der Heinrich-Böll-Stiftung und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld sowie an der Alice Salomon Hochschule Berlin.

Anmeldung: Bitte meldet euch verbindlich unter jekta@fluechtlingsrat-berlin.de an. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Der Workshop wird im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration gefördert.

 



Rechtsansprüche für junge volljährige Geflüchtete vor Gericht vertreten

Referenten: Rechtsanwalt Benjamin Raabe und Dipl.-Päd. Patrik Boerner

Termin: 3.12.2025 | 18-21 Uhr (3 Zeitstunden nach FAO)

Ort: RAV-Geschäftsstelle | Gneisenaustr. 2a | 10961 Berlin

Unkostenbeitrag:  25€ (incl. MwSt.)

Junge geflüchtete Menschen, die als unbegleitete Minderjährige hier ankamen und über stationäre und ambulante Hilfen zur Erziehung unterstützt wurden, stehen mit Eintritt in die Volljährigkeit vor der Herausforderung in die Selbstständigkeit entlassen zu werden, das heißt häufig in prekäre Geflüchtetenunterkünfte ohne ausreichende Begleitung. In vielen Fällen sind sie dafür nicht ausreichend vorbereitet. Aus Kostengründen werden gerade bei Geflüchteten die dringend notwendigen pädagogischen Hilfen gestrichen und offensichtlich bestehende Ansprüche nicht erfüllt. Oft bleibt – wenn auch der Widerspruch abgelehnt wird - nur noch der Rechtsweg zum Verwaltungsgericht. Wie kann es aber gelingen, den jungen Menschen vor Gericht zu helfen, für die Fortsetzung der Hilfen zu streiten, neue Hilfe einzusetzen?
Im Rahmen dieser Fortbildung geht es um die rechtlichen Grundlagen und Strategien zur Durchsetzung der Rechtsansprüche aus §§ 41 SGB VIII, ggf. auch in Verbindung § 35a SGB VIII. Weiterhin geht es auch um Schnittstellen zu anderen Sozialleistungen. Menschen ohne deutschen Pass haben wegen der Regelung des § 6 Abs. 2 SGB VIII weitgehenden Zugang zum System Jugendhilfe, besondere migrationsrechtliche Kenntnisse sind daher nicht zwingend erforderlich.
Die Fortbildung richtet sich explizit an Kolleginnen und Kollegen, die Lust haben, in dem Rechtsgebiet tätig zu werden und Fälle zu übernehmen. Neben der anwaltlichen Perspektive von Rechtsanwalt Benjamin Raabe gibt Dipl.-Päd. Patrik Boerner wichtige Tipps zur Vernetzung und zum Verfahren, denn in der Regel bedarf es bei diesen Verfahren Unterstützung von Fachkräften der sozialen Arbeit.

Anmeldungen bitte bis 26.11.25 per Post, Fax oder Mail an die Geschäftsstelle des RAV| Gneisenaustr. 2a | 10961 Berlin | Tel.: 030-417235-55 | Fax: -57 | Email: fortbildung@rav.de
Mit der Anmeldung stimmen Sie den Teilnahmebedingungen zu. Die Stornierung von Seminaren, z. B. bei Ausfall der Referent*in bleibt vorbehalten. Weitere Bedingungen unter https://rav.de/fortbildung. Informationen zum Datenschutz unter: https://rav.de/datenschutz/.

Anmeldung

Fortbildung: Kinderschutz und Kinderrechte in Unterkünften für geflüchtete Menschen

Termin: Montag, 15. September 2025 von 15 bis 18 Uhr
Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin (im ersten Hof rechte Glastür)

Viele geflüchtete Familien mit Kindern sind gezwungen, in beengten und ungeeigneten Unterkünften zu leben, ohne Privatsphäre und ohne die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen. Auch Familien mit bereits anerkanntem Schutzstatus sind davon betroffen. Ziel ist es, Geflüchtete in reguläre Mietwohnungen zu vermitteln. Bis dahin braucht es kindgerechte Übergangsunterkünfte, also abgeschlossene Wohneinheiten mit eigenem Bad und eigener Küche sowie der Möglichkeit zur Selbstversorgung.

Doch die Realität sieht oft anders aus und diese Rahmenbedingungen werden vielerorts nicht gewährleistet. Die Fortbildung thematisiert die Umsetzung von Kinderschutz und Kinderrechten in Unterkünften für geflüchtete Menschen. Über rechtliche Grundlagen hinaus besprechen wir strukturelle Herausforderungen und gängige Praxen.

Zudem tauschen wir uns über konkrete Handlungsansätze für eine kindgerechte Infrastruktur aus und sammeln gemeinsam Ideen für den Ausbau von Angeboten zur Stärkung und Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Referent: Andreas Groß arbeitet für die Kinderrechtsorganisation Save the Children. Dort leitet er zurzeit das Projekt „Schützen. Stärken. Beteiligen. Kinderschutz und Kinderrechte in Unterkünften umsetzen.“ Zuvor hat er einige Jahre selbst in Unterkünften für geflüchtete Menschen gearbeitet.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich per E-Mail an unter Jekta@fluechtlingsrat-berlin.de.

Verwenden Sie im Betreff bitte: „Anmeldung Fortbildung“.
Geben Sie bitte in der E-Mail NameFunktion sowie Organisation, Träger oder Unterkunft an.

Die Fortbildung wird vom AMIF-Fond der EU mitfinanziert.



Erste Erfahrungswerte mit der neuen Gebührenverordnung für Berliner LAF-Unterkünfte

29.04.2025 um 18 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte

In ihrem 63. Infoschreiben an die eigenen Unterkünfte hat das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) die neue Unterbringungsgebührenordnung bekannt gemacht. Darin sind drastische Änderung bei der Abrechnung sowie signifikante Erhöhungen der Gebühren enthalten. U.a. muss die Kostenübernahme seit dem 01.01.2025 von den untergebrachten Menschen selbst organisiert werden. Das gilt auch, wenn diese erst kurz in Deutschland und damit neu in unserem komplizierten System sind. Die Folge sind fehlende Kostenübernahmen und die Gefahr der Verschuldung. Mit Sozialrechtsanwalt Volker Gerloff schauen wir auf die Neuerungen sowie auf bereits ergangene Bescheide. Anonymisierte Bescheide können vorab geschickt werden. Zur Anmeldung geht es Anmeldung hier.

Die Fortbildung wird kofinanziert von dem AMIF-Fond der Europäischen Union.





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