Flüchtlingsrat und Initiativen fordern: Notunterkunft Ankunftshangar Tempelhof sofort schließen!

Pressemitteilung vom 14. Mai 2018
Flüchtlingsrat und flüchtlingspolitische Initiativen fordern:
Notunterkunft Ankunftshangar Tempelhof sofort schließen!


Die Senatssozialverwaltung hat für Montag, 14.5.2018 im Tempelhofer Hangar 1am Columbiadamm Verwaltung, Initiativen und Verbände zu einer „Inklusionswerkstatt“ zur Einrichtung eines Ombuds- und Beschwerdesystems für Geflüchteten- und Wohnungslosenunterkünfte eingeladen.

Wir empfinden die Wahl des Ortes der Inklusionswerkstatt als Zynismus. Der Hangar ist ein Symbol der Ausgrenzung, Entwürdigung und Diskriminierung Geflüchteter. Das Gegenteil von Inklusion. Die zur Abschreckung neu ankommender Asylsuchender installierte prekärste Notunterkunft Berlins befindet sich nach wie vor im Hangar 2 direkt nebenan, obwohl es anderswo längst genug freie Kapazitäten gibt.

„Wie kann die Senatsverwaltung ernsthaft über Qualitätsstandards diskutieren, wenn sie selbst es ist, die an diesem Ort sämtliche Standards einer menschenwürdigen Unterbringung vorsätzlich und ohne Not verletzt“, fragt Georg Classen, Sprecher des Flüchtlingsrats Berlin.

Das Netzwerk flüchtlingspolitischer Initiativen und der Flüchtlingsrat fordern:
Ankunfts-Hangar sofort schließen – Keine Unterbringung von Schutzsuchenden in Flugzeuggaragen!

Die Forderung wird unterstützt von:

  • Willkommen im Westend
  • Schöneberg hilft e.V
  • Weltweit – Asyl in der Kirche e.V.
  • Moabit hilft e.V.
  • Wedding.hilft
  • Netzwerk Berlin hilft
  • Kreuzberg hilft e.V.
  • Be an Angel e.V.
  • encourage e.V. – Hilfe für junge Geflüchtete und vom
  • Flüchtlingsrat Berlin e.V.

Anbei als PDF:
Presseerklärung des Flüchtlingsrates mit weiteren Infos
Presseerklärung der Initiativen